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1. Vorbemerkungen

Debian ist eine Distribution, die sich zu Recht des Rufes, sich einfach auf dem laufenden Stand halten und updaten zu lassen, erfreut. Der Verzeichnisbaum, in dem die einzelnen Pakete gespeichert sind, hat sich mit dem Erscheinen vom Woody gegenüber den vorherigen Versionen total geändert: Woody verwendet so genannte "Pool-Verzeichnisse" zur Ablage der Pakete.

Leider kommt das zu Potato gehörende 'apt' mit diesen "Pool-Verzeichnissen" nicht zurecht, so dass es vorher auf den Stand von Woody gebracht werden muss.

Darüber hinaus sind auch Änderungen am "Backend" des Paketverwaltungssystemes - 'dpkg' - vorgenommen worden, so dass auch dieses Programm vor einem Update durch die Version von Woody ersetzt werden muss.

Zu allem Überfluss erwartet das 'dpkg' von Woody, einige bestimmte Libraries vorzufinden, bevor es sich installieren lässt. Es handelt sich dabei um die 'predepends'

2. Das Update durchführen

Ich liste im folgenden die Schritte auf, die ich benötigt habe, um das Update von Potato auf Woody über die CDs zum Laufen zu bekommen.

Ab hier garantiere ich für nicht mehr, es hat in der folgenden Form bei mir - auf immerhin drei verschiedenen Rechnern - funktioniert, but YMMV.

  1. Zuerst muss man die drei oben auf geführten Libraries von der ersten Woody CD installieren. Die Installation erfolgt als Superuser von der gemounteten CD in folgenden Schritten (der Mountpoint meines CD-ROM Laufwerkes befindet sich unter "/mnt/cdrom":

       # cd /mnt/cdrom
      
       # dpkg -i pool/main/g/glibc/libc6_2.2.5-6_i386.deb
      
       # dpkg -i pool/main/n/ncurses/libncurses5_5.2.20020112a-7_i386.deb
      
       # dpkg -i pool/main/g/gcc-2.95/libstdc++2.10-glibc2.2_2.95.4-7_i386.deb
      
  2. Danach kann man das Programm 'dpkg' von der Woody CD installieren. Leider weigert sich der 'dpkg' von Potato, so ohne Weiteres seinen Nachfolger zu installieren, so dass man ihn dazu zwingen muss. Er installiert zwar dann das neue 'dpkg', deinstalliert dabei gleichzeitig aber das Paket 'sysvinit' in dem das für die nachfolgende Installation von 'apt' erforderliche Perlscript '/usr/sbin/update-rc.d' enthalten ist. Ich habe mich nach dieser bösen Überraschung mit der Kopie des Perlscriptes von einer weiteren Maschine aus meinem LAN behelfen können, aber es geht auch eleganter:

       # cp /usr/sbin/update-rc.d /usr/sbin/update-rc.d.potato
      
       # dpkg --auto-deconfigure -i pool/main/d/dpkg/dpkg_1.9.21_i386.deb
      
       # mv /usr/sbin/update-rc.d.potato /usr/sbin/update-rc.d
      
       # dpkg -i pool/main/a/apt/apt_0.5.4_i386.deb
      
       # cd
      
       # umount /mnt/cdrom
      
  3. Danach kommentiert man alle Einträge in der Datei '/etc/apt/sources.list' aus und liest die Paketindizes von jeder zu Woody gehörenden CDs mit folgendem Befehl aus:

       # apt-cdrom add
      
  4. Danach sollten die Paketindizes für das System erstellt sein. Man sollte das mit dem Aufruf von 'dselect' und der Auswahl des Menüpumktes "Update" abchecken. Leider ist 'dselect' jetzt noch nicht in der Lage, das Update durchzuführen, so dass man mit folgendem Befehl erst einmal wieder für Konsistenz im System sorgt:

       # apt-get -f update
     

    Von 'apt' wird man jetzt aufgefordert, "Yes, do as I say!" einzugeben.

  5. Nach dieser Eingabe stellt 'apt' das System soweit wieder her, das das weitere Update über 'dselect', das man IMHO wegen der gegenüber 'apt' gründlicheren Auflösung der Paketabhängigkeiten, verwenden sollte (siehe hierzu auch die Debian Release-Notes), nice & easy durchläuft.

3. Letzte Schritte

Man sollte jetzt sein System mittels 'dselect' und 'deborphan' von jedweden "Altlasten" befreien, die Potato dort möglicherweise hinterlassen hat. Das waren hier immerhin 6 bis 10 Pakete auf jeder Maschine, die ich sonst sinnlos durchgeschleppt hätte.

Es ist sicher auch kein Fehler, im Verzeichnis '/etc' nach Dateien Ausschau zu halten, die vom Paketmanager dort hinkopiert worden sind, um individuelle Konfigurationen nicht zu überschreiben und deren Inhalte mit den der lokalen Dateien zu vergleichen. Eine Liste der von 'dpkg' angelegten Datein erhält man mittels des Befehles:

   # find /etc -type f -name "*dpkg-dist"

Danach kommentiert man die im Internet befindlichen Quellen der Datei '/etc/apt/sources.list' wieder "ein". Bei mir zeigen diese auf folgende URLs:

Zu guter Letzt sollte man noch die kompletten Paketlisten aus dem Internet beziehen und sein System auf Security-Fixes updaten:

   # dselect update
   # dselect install

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